Tiere helfen Menschen

Unsere Erfahrung im Besuchdienst

Seit ca. 8 Jahre bin ich Mitglied bei Tiere helfen Menschen e.V. Zuerst mit Buddy und seit diesem Sommer mit Tammy.

Wir gehen in erster Linie in Altenheime, aber auch jetzt in Kinderheime.

Erfahrungen, die wir in verschiedenen Altenheimen gemacht haben, grenzen manchmal an Wunder. Die Freude, die die alten Menschen ausstrahlen, wenn wir kommen, steckt uns auch an. Manche Gesichter haben seit Jahren wenig zu lachen gehabt. Zu sehen, wie ein Lächeln auf einem sonst apathischen Gesicht ausbricht, wenn sie einen Hund sehen oder auch streicheln, gleicht einem Sonnenaufgang, auch in unseren Herzen. Ich kann für andere auch sicher sprechen, die Besuchdienst machen. Es ist auch für das Pflegepersonal eine schöne und willkommene Abwechslung.

Zur Zeit sind Tammy und ich beim Altenheim St.Josef in Haidhausen aktiv. Wer Lust hat, mit seinem Haustier zum "Münchner Team" zu gehören oder einfach mehr wissen möchte, kann sich bei mir melden. Das Tier muss sich natürlich eignen für diese ehrenamtliche Arbeit, aber das können wir in einem persönlichen Gespräch und Besuch mit dem potenziellen Besuchdienst-Tier abklären.

Es eignen sich Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Esel , Lamas, etc. etc. etc.! Tiere-helfen-Menschen e.V. findet für jeden einen Therapiebereich (mit den letztgenannten "Nutztieren" vielleicht nicht gerade mitten in München, obwohl...).

Der Verein besteht z.Zeit bundesweit aus ca. 90 Regionalgruppen mit über 1,000 Aktivmitglieder. Wir haben verschiedene Schwerpunkte, und es kommen immer neue dazu. Regional werden Seminare, Treffen und Fortbildungen angeboten.

Wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie unser Website an:

www.thmev.de

 

Fun  =  Excitement  =  Reading

Es wird gesagt, dass über 40% der Schüler in den USA schlechter lesen, als ihr Klassendurchschnitt.

In Deutschland ist es vielleicht noch nicht ganz so krass, aber das Problem wächst hier auch, und nicht nur bei den Migration-Kindern.

Viele Lehrer sind überfordert mit leseschwachen Kindern in der Schulklasse und können nicht auf ihre Leseschwierigkeiten und die daraus resultierenden Sozialprobleme eingehen.

Jeder Lehrer, jeder Elternteil weiß, dass Kinder, die keinen Spaß beim Lesen haben, auch keine Freude am Bücherlesen haben, leider oft auch später, wenn sie erwachsen sind.

Hunden vorzulesen in einem besonderen Lesetherapieprogramm kann ein entspanntes, nicht-kritisierendes Klima herstellen, wo Kinder mit Leseschwächen Spaß am Lesen erleben können.

Spezialisten in den USA, wo es viele Vereine und Programme gibt, die Lesetherapie mit Hunden anbieten, haben festgestellt, dass Kinder, die eine Leseschwäche haben, mehr unter verminderter Selbstachtung leiden als andere Kinder. Und gerade das Vorlesen in der Klasse wird für ein solches Kind zur Qual.

 Forschungen mit Programmen in den USA, wo Kinder Hunden regelmäßig vorlesen, zeigen, dass diese Kinder sich viel wohler fühlen wenn sie einen Hund als „Lesepartner“ haben. Lehrer berichten, dass Kinder, die an einem Programm teilnehmen, verbesserte Lesefähigkeiten haben, weniger vom Unterricht fern bleiben, Sozialisationsprozesse besser ermöglichen und verstärktes Selbstbewusstsein zeigen. Vor allem entwickeln diese Kinder Interesse am Lesen, an Büchern.
                                                                     
Der Hund macht die Zeit der Nachhilfe zu einem privaten, persönlichen Erlebnis für ein Kind. Kinder lesen einem Hund mit stärkerer, selbstbewussterer Stimme vor als sonst. Sie verlieren ihre Ängste, finden eine nicht-bedrohliche Situation vor, wo Vorlesen Spaß macht.

Es ist sehr wichtig, dass ein Kind schon vor der 3. Klasse positive Leseerfahrungen macht – nachher ist es zwar nicht zu spät, aber das Lese-Angstsyndrom fasst immer tiefer Fuß in der Psyche des Kindes, je länger sie Demütigungen vor der Klasse (und manchmal vor sich selbst) ausgesetzt sind.   

Kinder, die an diesen Programme teilnehmen, fragen nicht, wann wieder Nachhilfe ist, sondern, „wann kommt der Hund wieder?“. Die Aufgabe „Leseüben“ wird gleich mit „Spaß“ verknüpft, oft damit ersetzt.

Eine Studie von 2000 zeigte, dass wenn Kinder in 3 verschiedenen Situationen vorlesen - zuerst einem anderen Kind, dann einem Erwachsenen und zuletzt einem Hund – die Kinder, die in der Anwesenheit eines „Lesehundes“ vorlesen, messbar niedrigeren Blutdruck und Herzschlagraten haben, als in den anderen Lesesituationen.

Seit April 2008 arbeiten Tammy und ich mit einem 10-jährigen Mädchen, die eine markante Leseschwäche hat, 1 x pro Woche á 15 bis 20 Minuten. Ihre Worterkennung wird zunehmend besser, sie zeigt mehr Sicherheit im Umgang mit den Texten, die sie vorliest, und sie freut sich sehr von Woche zu Woche auf Tammys Besuch. Es ist mein Bestreben, noch mehr Kindern, die Leseschwäche haben, zusammen mit Tammy zu helfen.
 
Anfang 2009 werde ich in der Lage sein, ein Seminar hier in München als „Einstieg" für zukünftige Lese-Teams anzubieten (Tiere-helfen-Menschen e.V. in Zusammenarbeit mit Intermountain Therapy Animals, U.S.A.). Mehr darüber bald!

Umgang mit den Texten, die sie vorliest, und sie freut sich sehr von Woche zu Woche auf Tammys Besuch. Es ist mein Bestreben, noch mehr Kindern, zusammen mit Tammy,  zu helfen, die Leseschwäche haben.

Anfang 2009 werde ich in der Lage sein, ein Seminar hier in München als „Einstieg“ für zukünftige Lese-Teams anzubieten.

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