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Mark Purdey setzt selbständiges Forschungsprojekt fort.

 

--- Geri  Parlby, Health Editor, POSITIVE NEWS, UK  ( Okt. 99 )  ---

 

Trotz Unterstützung der Wissenschaftler an dem Institute of Psychiatry : der Bauer Mark Purdey wartet immer noch auf die versprochene Finanzierung vom Ministry of Agriculture, die notwendig ist, um seine Forschung über Zusammenhänge zwischen Pestiziden, Metallen und BSE fortzusetzen.

 

Vor zwei Jahren brachten Forschungen dieses Instituts - ermöglicht durch Spenden sowohl der Leserschaft von „Positive News“  als auch des „Network of Social Change“ - Beweise heraus, daß niedrige Dosierungen des Organophosphats PHOSMET Veränderungen der Nervenzellen verursachen, die dem Frühstadium von BSE ähneln. Phosmet ist ein systemisches OP, das man zur Besprühung von Rindern benutzt, um gegen Dasselfliegen vorzugehen. ((Phosmet gibt es auch in einer wasserlöslichen, gepuderten-Form, die non-systemisch ist, weniger toxisch und Verwendung in z.B. den USA, Canada, New Zealand und Australien gefunden hatte, was erklärt, warum in diesen Ländern keinen BSE aufgetaucht ist, trotz massive Fütterung von UK Tiermehl! )).

 

Nachdem dieses Forschungsprojekt publiziert und beim BSE-inquiry MAFF, das bis dahin die Theorie von Purdey ablehnte öffentlich bekannt gegeben wurde, sagten die Teilnehmer, sie unterstützten jetzt doch die Forschungsarbeit Purdeys und wollen das nötige Geld zur Verfügung stellen. Zwei Jahre später warten Purdey und die Universitäts-Forschungsteams immer noch auf diese Unterstützung.

 

Inzwischen finanziert der unerschrockene Bauer seine eigenen Forschungsreisen und untersucht Erde, Wasser und Vegetation in vielen der Scrapie- und CJD- Hauptschauplätze ((hot spots)) der Welt. Scrapie ist eine Krankheit ähnlichen Ursprungs von BSE und CJD, die jedoch Schafe und Rehe befällt. Die Gebiete, die Purdey besuchte, zeigten auch ungewöhnlich hohe Raten von Parkinson und Alzheimer unter den Bewohnern.

 

Seine neuesten Reisen brachten Purdy nach Island, Colorado und Slovakia, wo er auffallende Zusammenhänge zwischen dem Element Mangan und Scrapie und CJD entdeckte. In Island wurde seine Arbeit von der isländischen Regierung finanziell unterstützt ((dort hat die Schafindustrie sich gerade von einer Scrapie-Epidemie erholt)). Dort entdeckte Purdy, daß in den Tälern, wo die Epidemie am stärksten verbreitet war, die Erde übermäßige Anteile von Mangan vorweist. In scrapie-freien Tälern wiederum kamen nur normale Werte vor.

 

In Colorado / USA stellte Purdy bei den Rehherden, wo Scrapie am häufigsten vorkommt fest, daß die Rehe wegen Mangel an Futtermöglichkeiten ((„overgrazing“)) in großen Mengen Pinien-nadeln fraßen. Purdy entdeckte bei den Nadeln, daß sie übermäßig hohe Mengen an Mangan enthielten - wahrscheinlich verursacht durch den Sauerregen in diesem Gebiet.

 

Im Oktober besuchte Purdey Slovakia, wo er in einem CJD-„hot spot“ ( = 1 von 1000 Bewohnern eines Dorfes ist von CJD befallen ) herausfand, daß dieses Dorf in unmittelbarer Nähe von zwei Ferro- Mangan Fabriken liegt, die während des kommunistischen Regimes errichtet wurden. Slovakische Gesundheitsbehörden testeten das Blut vieler Kinder und entdeckten einen erhöhten Manganspiegel  -  6 x höher, als die von der World Health Authority erlaubte Toleranz-menge.

 

Warum ist dieses Metall für Lebewesen so toxisch?

 

Purdy meint : „Mangan ist normalerweise in saurer vulkanischer Erde vorhanden. In kleinen Dosierungen ist es sogar gut für den Körper. Hochdosiert löst Mangan dramatische Freie-Radikale-Ketten-reaktionen und Proteinveränderungen aus, die degenerative Zustände auslösen, wie z.B. Scrapie, BSE bei Tieren, bzw. CJD, Parkinson und Alzheimer bei Menschen.

 

Noch ein anderes Metall spielt eine wichtige Rolle : Kupfer. Bei all diesen Bodenproben war ein markantes Defizit von Kupfer vorhanden. Purdey versuchte herauszufinden, ob im Hirn das fehlende Kupfer durch übermäßige Mengen von Mangan ersetzt wurde.

 

„Der Kupferzusammenhang war besonders faszinierend für mich, weil ich neulich entdeckte, daß Dr. David Brown von der Cambridge University (der globale Spongiform-Experte) ebenfalls diesen Zusammenhang untersucht.“ 

 

Während seiner Forschungen entdeckte Brown, daß Mangan tatsächlich sich an das Prionprotein bindet und verursacht, daß das Protein sich in eine abnormale protease-resistente Form transformiert, die von der Wissenschaft als der BSE-Agent identifiziert wurde.  Dieses Eiweiß hat auch die Aufgabe, Kupfer im Gehirn zu transportieren.

 

Was Purdey auch entdeckte, war, daß OPs tatsächlich die Verwandlung von Mangan in seine toxische Form beschleunigen.

 

„In normalen Formen von spongiformen Erkrankungen wird diese Krankheit durch ein Ungleichgewicht im Boden verursacht, aber in den virulenten Formen wie BSE scheint es, daß synthetische Substanzen wie OPs genau die gleiche Störung hervorrufen können. Wenn das systemic Phosmet in das Hirn einer Kuh eintritt, verbindet es sich mit Kupfer und verursacht einen Kupfermangel, der die Tür für Mangan öffnet.“

 

Zusätzliches Mangan kann von verschieden Quellen stammen, zum Beispiel von Hühnern, die mit massiven Mengen davon gefüttert werden, um die Eierproduktion anzukurbeln. Hühner sind schlechte Manganverwerter, und infolgedessen scheiden sie diesen Stoff in ihrem Kot aus. Obwohl angeblich offiziell verboten, kam dieser Hühnermist in das Tiermehl, welches Rindern verfüttert wurde.“

 

Seit seiner Rückkehr aus Island stellte Purdey mehrere Spongiform-Plätze in der Welt fest, besonders in vulkanischen Gebieten, oder dort, wo Manganminen existieren: z.B. Colorado, Italien, Indien, Marokko und Chile. In Marokko leiden Mangan-Bergarbeiter seit Jahren an einer degenerativen Erkrankung, die alle Symptome von CJD vorweist. Neuere Forschungen zeigen, daß die Gehirne dieser Arbeiter dieselben Läsionen zeigen, wie die, die bei Spongiform vorkommen.

 

Chemikalien wie Östrogen und Steroide beschleunigen auch die Absorbtion von Mangan im Hirn. Purdey untersucht jetzt auch Vorkommnisse von CJD und andere Formen von Demenzia bei Bodybuildern. Nur, ohne die finanzielle Unterstützung durch die  Regierung ist es schwer für Purdey, seine Forschungen weiter zu betreiben.

 

„Es gibt noch so viel zu tun, aber bisher mußte ich alles alleine zahlen und mein Geld läuft allmählich aus. Das Beweismittel ist da - aber es gibt zu wenig Zeit, um etwas zu verändern, bevor es zu spät ist.“

 

Alle, die Mark Purdey helfen möchten, können sich mit dem

 

Mark Purdey Research Fund, High Barn, Elworthy, Taunton,

Somerset  TA4 3PX

 

in Kontakt setzen.